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Fliegen mit Hund Titelbild Hund im Koffer

Fliegen mit Hund: Alles, was du wissen musst

Beim Reisen mit Hund denken die wenigsten Hundebesitzer:innen zuerst ans Flugzeug. Doch nicht alle Ziele lassen sich mit Auto, Bahn oder Bus erreichen. Auf dieser Seite haben wir alle Informationen zusammengefasst, die du zum Thema Flug mit Hund wissen solltest!

In diesem Beitrag erfährst du:

  • Welche Fragen es vor dem Flug mit Hund abzuklären gilt
  • Was du bei den Vorbereitungen nicht vergessen darfst
  • Woran du am Tag des Flugs unbedingt denken solltest
  • Wie der Flug mit deinem Vierbeiner tatsächlich abläuft

Fliegen kann anstrengend sein – das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Vierbeiner. Manchmal lässt es sich trotzdem nicht vermeiden, mit dem Hund in ein Flugzeug zu steigen.

Besonders knifflig dabei: Jede Fluggesellschaft legt ihre eigenen Bestimmungen fest. Allgemein gültige Angaben sucht man deshalb vergeblich.

Damit die gemeinsame Reise nicht zur Odyssee wird, haben wir hier einen praktischen Überblick für dich zusammengestellt. Von der perfekten Planung und nützlichen Tipps bis hin zum tatsächlichen Abflug findest du in diesem Beitrag alles für einen entspannten Flug mit Hund.

Inhaltsübersicht

Vor der Buchung – kann mein Hund mit mir fliegen?
Wie bucht man ein Flugticket für einen Hund?
Was kostet ein Flug mit Hund?
Tasche oder Box: Nur so darf der Hund ins Flugzeug
Wie bereitet man sich auf einen Flug mit Hund vor?
Packliste für den Flug mit Hund
Wie läuft ein Flug mit Hund ab?
Unser Fazit zum Fliegen mit Hund
FAQ – Fliegen mit Hund

Vor der Buchung – kann mein Hund mit mir fliegen?

Das Wichtigste zuerst: Damit du deinen Vierbeiner im Flugzeug mitnehmen darfst, gilt es vorab ein paar generelle Dinge zu klären. Unsere Checkliste hilft dir dabei.

  1. Bestimmungen der Airlines? Ob und wie viele Hunde beim Fliegen mitgenommen werden dürfen, legen die Fluggesellschaften selbst fest. Gibt es ein generelles Go für Vierbeiner, sind meist maximal zwei erlaubt.
  2. Hunderasse? Verschiedene Rassen weisen anatomisch unterschiedliche Merkmale auf – manche von ihnen können beim Fliegen sogar gefährlich sein. Stumpfnasige Hunde wie Mops und Pekinese sind zum Beispiel besonders temperatur- und stressempfindlich – was zu Atemnot führen kann. Diese Rassen können bei vielen Airlines nur in der Passagierkabine reisen. Kampfhunde wie Pitbull und Co. werden dagegen meist nur im Frachtraum befördert.
  3. Alter? Viele Fluggesellschaften schreiben bei der Mitnahme von Hunden ein Mindestalter vor. Ist deine Fellnase jünger als vier Monate, darf sie höchstwahrscheinlich nicht mitfliegen. Auch Hundesenior:innen lässt du lieber zu Hause. Ein Flug bedeutet für sie zu viel Stress.
  4. Preis? Während Kleinkinder zunächst kostenlos mitfliegen, sollten bei einer Flugreise mit Hund auch die Kosten mitberücksichtigt werden. Der Preis variiert dabei abhängig vom Flugziel und der Größe der Fellnase zwischen 35 und 400 Euro.
  5. Reiseziel? Die Bestimmungen für die Ein- und Ausreise von Tieren legt jedes Land selbst fest. Je nach Reiseziel werden verschiedene Dokumente und Hundeimpfungen verlangt – oder die Einreise sogar gänzlich untersagt. EU-Heimtierausweis, Chip und Grundimpfungen (inkl. Tollwutimpfung) sollte der Hund auf jeden Fall haben.
  6. Verhalten & Erziehung? Du kennst deinen Hund am besten und weißt, welche Situationen er gut meistern kann. Generell bedeutet ein Flug für deinen Hund großen Stress. Falls du dir aus gesundheitlicher Sicht unsicher bist, hilft dir dein Tierarzt bzw. deine Tierärztin bestimmt weiter.

Tipp: Für Begleithunde (z.B. Blindenhunde) gelten Ausnahmen – sie dürfen in der Regel kostenlos mit in die Kabine.

Wie bucht man ein Flugticket für einen Hund?

Ein eigenes Ticket braucht dein Vierbeiner nicht. Bei den meisten Airlines ist es erlaubt, dass jeder Fluggast – gegen einen Aufpreis – ein bis zwei Tiere mitnimmt. Kleine Hunde dürfen in die Kabine, größere fliegen im Frachtraum. Bei manchen Airlines wie Ryanair und easyJet dürfen Vierbeiner gar nicht mit.

Sowohl in der Kabine als auch im Bauch des Flugzeugs musst du deinen Vierbeiner anmelden. Bei Lufthansa und Austrian Airlines gibt es dafür eigene Formulare und die Anmeldung solltest du bis spätestens 72 Stunden vor Abflug machen. Am besten bringst du die ausgefüllten Anmeldeformulare auch zum Check-in mit.

Tipp: Viele Fluggesellschaften empfehlen, Tiere möglichst früh anzumelden (am besten schon bei der Buchung des Flugs). Nur so kannst du sichergehen, dass dein Hund einen Platz im Flugzeug bekommt. Außerdem solltest du – wenn möglich – immer einen Direktflug wählen.

Was kostet ein Flug mit Hund?

Auch wenn dein Hund kein eigenes Ticket benötigt, kommen trotzdem zusätzliche Kosten auf dich zu. Diese hängen zum einen von der Größe des Tieres, zum anderen vom Reiseziel ab.

Für den Transport von kleinen Hunderassen (bis 8 Kilogramm inkl. Tasche oder Box) in der Kabine verrechnet die Lufthansa innerhalb von Europa 60 Euro. Bei Austrian Airlines werden bis zu 110 Euro auf Langstreckenflügen fällig. Für größere Hunde solltest du im Frachtraum – je nach Maßen der Transportbox und Destination – mit bis zu 400 Euro rechnen.

Tasche oder Box: Nur so darf der Hund ins Flugzeug

Anders als in Bahn oder Bus dürfen Hunde im Flieger nur in einer entsprechenden Tasche oder Box transportiert werden. Fluggesellschaften, die Tiere grundsätzlich mitnehmen, bieten auch Informationen dazu an, wie ein geeignetes Transportbehältnis aussehen muss. Auch hier ist zunächst wichtig, wo die Fellnase reist.

In der Flugzeugkabine

In der Kabine reist dein Hund – meist gegen Aufpreis – als Handgepäck mit. Generell darf ein Transportbehälter bestimmte Maße nicht überschreiten und zusammen mit dem Hund nicht mehr als 8 Kilogramm wiegen. Bei Lufthansa und Austrian Airlines gilt z.B. eine Maximalgröße von 118 cm (55 x 40 x 23 cm). Zudem müssen Flugtasche oder Box auslaufsicher sein – falls ein Missgeschick passiert. Unabhängig von den Airline-Bestimmungen solltest du natürlich sicherstellen, dass dein vierbeiniger Begleiter genügend Platz hat und gut Luft bekommt.

Im Frachtraum

Im Bauch des Flugzeugs müssen Transportboxen ebenfalls gewisse Anforderungen erfüllen. Standards für Hundeboxen gibt es von der IATA (International Air Transport Association). Nach diesen richten sich die meisten Airlines. Kaufst du also eine IATA-konforme Box, solltest du auf der sicheren Seite sein (auch hinsichtlich der max. Maße). Manche Fluggesellschaften stellen eigene Tiertransportbehälter zur Verfügung. Bitte beachte, dass der Frachtraum zwar vollklimatisiert und beheizt ist, die Temperaturen aber trotzdem leicht schwanken können. Außerdem ist dein Hund allein und ihn erwarten eine fremde Umgebung und ungewohnte Geräusche. Wenn sich diese Stresssituation dennoch nicht vermeiden lässt, gibt es Beruhigungsmittel, die ein Tierarzt bei Bedarf verschreibt.
Vorsicht: Während die Lufthansa auf ihrer Website keine spezifischen Angaben bzgl. des Maximalgewichts macht, darf der Hund bei AirFrance und KLM max. 75 kg auf die Waage bringen.

Wie bereitet man sich auf einen Flug mit Hund vor?

Für einen entspannten Flug solltest du nicht nur die entsprechenden Vorarbeiten leisten (Ein- und Ausreisebestimmungen checken, Box kaufen etc.), sondern auch deinen Hund gut auf das Abenteuer vorbereiten. So steigt ihr am Reisetag beide möglichst relaxt in den Flieger:

  1. An die Transportbox gewöhnen: Besonders wichtig ist, dass du deinen felligen Begleiter an seine Tasche bzw. Box gewöhnst. Je früher du mit dem Training beginnst, desto besser. Mit Leckerlis, Spielzeug und einer Lieblingsdecke zeigst du deinem Hund, dass die Box ein Rückzugsort ist. So kann der Flug zum positiven Erlebnis werden.
  2. Ruhe ausstrahlen: Nur wenn du entspannt bist, wird es auch deine Fellnase sein. Packe früh genug, verstaue eure Papiere griffbereit und erstelle im Vorhinein einen genauen Zeitplan (inklusive Pipi-Pausen für deinen Hund). So hast du den Kopf frei und vermeidest Stress und Nervosität am Tag des Flugs.
  3. Für zusätzliche Entspannung sorgen: Wenn dein Hund schnell gestresst reagiert, schaffen Naturprodukte sanfte Abhilfe. Snacks mit Baldrian, Hanf oder Kamille können beruhigend wirken. Im Idealfall integrierst du die Leckerlis bereits einige Wochen vor dem Flug in die Ernährung deiner Fellnase. Von rezeptpflichtigen Beruhigungsmitteln wird hingegen oft abgeraten – am besten besprichst du das mit deinem Tierarzt deiner Tierärztin des Vertrauens.
  4. Den Hund auslasten: Je nachdem, wann ihr fliegt, solltest du deinen Vierbeiner vorher möglichst gut beschäftigen. Ein langer Spaziergang ist eine gute Idee. Alternativ eignen sich auch andere Aktivitäten wie Schnüffelspiele oder Schleckmatten auf dem Weg zum Flughafen.

Packliste für den Flug mit Hund

Damit du dem Reisetag möglichst gelassen entgegensehen kannst, haben wir in dieser Packliste die wichtigsten Dinge zusammengefasst, die ihr braucht:

Wie läuft ein Flug mit Hund ab?

Am Tag des Flugs führt dich der erste Weg – egal, ob dein Hund als Handgepäck in der Passagierkabine oder aber im Laderaum reist – zum Check-in-Schalter. Laut Angaben der Airlines solltest du spätestens zwei, aber nicht mehr als drei Stunden vor Abflug dort sein, damit der Vierbeiner nicht länger als nötig in der Transportbox sein muss.

Am Schalter brauchst du deine Buchungsbestätigung für den Flug, das zuvor ausgefüllte Anmeldeformular und die Dokumente deines Hundes (EU-Heimtierausweis bzw. Reisepass und ggf. andere, vom Zielland vorgeschriebene Unterlagen für die Einreise).

Nach dem Check-in und vor dem Security Check kannst du mit deinem Hund noch hinausgehen, damit er sich vor dem Flug ein letztes Mal erleichtern kann.

Wenn dein Hund im Frachtraum reist, gibst du ihn im Anschluss bei der Gepäckaufgabe auf. Aus Sicherheitsgründen sollte er in der Box weder Halsband oder Geschirr noch Leine tragen.

Am Ziel angekommen, erfährst du vom Personal bei der Gepäckausgabe, wo du deinen Hund abholen kannst (meistens wird er zusammen mit Sperr- und Sondergepäck aus dem Flugzeug gebracht).

Unser Fazit zum Fliegen mit Hund

Eine Flugreise empfiehlt sich nur, wenn es nicht anders geht. In den meisten Fällen bedeutet ein Flug für deinen Hund jede Menge Stress. Mit der richtigen Vorbereitung steht dem Vorhaben aber nichts im Wege.

Zwei Dinge solltest du bei der Planung unbedingt beachten: Buche euren Flug mit reichlich Vorlaufzeit und melde deinen Vierbeiner an, um ihm einen Platz zu sichern. Wähle außerdem einen Direktflug, um euch zusätzliche Strapazen zu ersparen.

Mit sämtlichen Informationen und Tipps auf unserer Seite bleibt uns abschließend nur noch eines zu sagen: Guten – und hoffentlich stressfreien – Flug!

FAQ – Fliegen mit Hund

Bei welchen Airlines dürfen Hunde mit in die Kabine?

Genaue Informationen dazu holst du dir am besten vor Flugbuchung bei der jeweiligen Airline. Grundsätzlich dürfen Hunde bei vielen Anbietern (Lufthansa, Austrian Airlines, Air France, Eurowings, KLM etc.) bis zu einer gewissen Größe als Handgepäck in der Passagierkabine mitreisen. Andere Fluggesellschaften wie Ryanair, Wizz Air und easyJet nehmen keine Hunde mit – weder in der Kabine noch im Laderaum.

Welche Hunde dürfen in die Kabine?

Entscheidend dafür, ob ein Hund mit in die Passagierkabine darf, sind seine Größe und sein Gewicht. Der Vierbeiner darf mit Box bei den meisten Fluglinien nicht mehr als 8 Kilogramm auf die Waage bringen.

Wird der Hund vor dem Flug gewogen?

In der Regel sollte der Hund das zulässige Gesamtgewicht (sofern vorgeschrieben) nicht überschreiten. Wie auch beim Handgepäck hängt es aber von der Fluggesellschaft ab, ob tatsächlich nachgewogen wird. Beim Transport in der Kabine solltest du die Maximalmaße der Box aber auf jeden Fall einhalten, damit dein vierbeiniger Begleiter auf jeden Fall Platz hat.

Wie stressig ist Fliegen für Hunde?

Ein Flug ist für die meisten Vierbeiner eine Stresssituation. Während sich der Hund im Laderaum allein in einer fremden Umgebung befindet, könnt ihr in der Kabine zumindest beisammen sein. In beiden Fällen muss der Hund aber meist für längere Zeit in einer Box bleiben. Wenn es sich nur um eine Urlaubsreise handelt, solltest du deshalb unbedingt vorab Vor- und Nachteile des Flugs abwägen und prüfen, ob die Anreise auf einem anderen Weg möglich ist.

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