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Auto Transport Beitragsbild Hund schaut aus Auto raus
The cute beagle travels in blue car.

Hund im Auto transportieren: So geht’s richtig

Es muss nicht immer Fliegen oder eine Kreuzfahrt sein: Manche Urlaubs- und Ausflugsziele erreicht man gut mit dem Auto. Hundeeltern stellen sich dabei natürlich einige Fragen. Wo im Auto darf der Hund eigentlich mitfahren? Wie sorgst du für seine Sicherheit und was tun, wenn die Fahrt ihn stresst? Wir verraten dir alles, was du rund ums Thema „Hund im Auto“ wissen musst!

Hier erfährst du:

  • Wo im Auto dein Hund am sichersten ist
  • Wie du ihn am besten vor Verletzungen schützt
  • Auf welche Autotransport-Gadgets du verzichten kannst
  • Und wie du deiner Fellnase die Angst vorm Autofahren nimmst

Denn die richtige Sicherung des Vierbeiners im Auto ist die Voraussetzung, dass ihr beide gut ankommt. Und sowohl den gemeinsamen Urlaub als auch die Fahrt dorthin sorgenfrei genießen könnt.

Inhaltsübersicht 

Wo im Auto darf ein Hund transportiert werden?
Wie muss ein Hund im Auto gesichert werden?
Von folgenden Sicherungs-Gadgets für Hunde im Auto raten wir ab
Wie nimmt man Hunden die Angst vorm Autofahren?
Wie beruhigt man im Auto einen gestressten Hund?
Unser Fazit zum Thema „Hund im Auto transportieren“
FAQ: Hund im Auto transportieren

Wie muss Hund transportiert werden

Wo im Auto darf ein Hund transportiert werden?

Generell gilt: Hunde dürfen im Kofferraum oder auf dem Rücksitz transportiert werden – auf keinen Fall auf dem Beifahrersitz oder im Fußraum des Fahrzeugs! Das wäre zwar vielleicht bequem für dich, weil es keine Vorbereitungen oder Umbauten am Fahrzeug erfordert, allerdings ist es alles andere als sicher. 

Denn auch für Hunde heißt es im Auto in irgendeiner Form „Bitte anschnallen!“ – und zwar nicht aus einer Laune des Gesetzgebers heraus, sondern zum Schutz aller Beteiligten. Dafür hast du mehrere Möglichkeiten.

Wie muss ein Hund im Auto gesichert werden?

Eigenartig, aber wahr: Vor dem Gesetz gelten Tiere im Auto als „Ladung“. Was bedeutet, dass sie ausreichend gesichert werden müssen, um nicht vom Sitz fallen, verrutschen, umfallen oder hin- und herrollen zu können. 

Das gilt zu jeder Zeit, wenn sich das Fahrzeug bewegt, um den Lenker oder die Lenkerin nicht abzulenken bzw. zu gefährden. Besonders wichtig wird es aber im Falle eines schnellen Ausweichmanövers, einer Vollbremsung oder eines Unfalls. Denn ein nicht angeschnallter Hund kann in so einem Fall, genau wie ein nicht angeschnallter Mensch, mit hoher Geschwindigkeit durch das Auto oder sogar aus dem Fahrzeug geschleudert werden, was schwere Verletzungen oder Schlimmeres zur Folge haben kann.

Wichtig: Die größte Gefahr für alle Beteiligten ist die Aufprallenergie, die ein Körper (auch ein Hund) im Ernstfall entwickelt. Ein Vierbeiner mit einem Körpergewicht von 19 kg wird so etwa bei einem Crash mit 50 km/h zu einem 400 kg schweren, lebensgefährlichen „Geschoss“. Auch kleine Hunde mit nur 3-5 kg Körpergewicht sind da keine Ausnahmen.

Du siehst also: Deine Fellnase einfach dem Beifahrer oder der Beifahrerin auf den Schoß zu setzen oder auf dem Sitz bzw. im Fußraum zu transportieren, ist weder erlaubt noch eine gute Idee. Am besten eignen sich folgende drei Optionen der Sicherung:

  • Angeschnallt auf dem Rücksitz:

Kleine bis mittelgroße Hunde können auf dem Rücksitz mitfahren, solange sie mit einem speziellen Geschirr- und Gurtsystem oder in einem Hundeautositz festgeschnallt sind. Der Vorteil dabei: Der Vierbeiner ist in deiner Nähe und fühlt sich weniger eingesperrt. Am besten hast du bei den ersten Fahrten jemanden dabei, der am Rücksitz neben deinem Hund sitzt und sowohl ihn als auch das Brustgeschirr im Auge hat. Es sollte weder einschneiden noch zu weit sein, und der Gurt muss so eingestellt werden, dass die Fellnase in Kurven oder bei abruptem Abbremsen nicht von der Rückbank fallen bzw. auf dieser herumrutschen kann. Nur dann seid ihr sicher unterwegs.
Achte beim Kauf eines Autogeschirrs auf eine gute Passform, Polsterung, stabile Haken aus Alu oder Stahl und vollvernähte Ösen. Gängige Gassi-Brustgeschirre und Halsbänder sind keine geeigneten Sicherungssysteme und sorgen für erhöhte Verletzungsgefahr!

Tribello-Tipp: Eine spezielle Hunde-Autodecke schützt den Sitz vor Haaren und Krallen! Außerdem haben wir eine hundefreundliche Empfehlung für dich, damit dein Auto sonst sauber bleibt und keine unangenehmen Gerüche entstehen, wenn deine Fellnase mitfährt: die innovativen Produkte von Airup.

  • In einer Transportbox auf dem Rücksitz:

Noch besser aufgehoben sind kleine Hunde in einer auf dem Rücksitz festgeschnallten Transportbox. Vorsicht: Klemme die Box nicht in den Fußraum, dort kann dein Vierbeiner im Falle eines Unfalls gequetscht werden! Dazu kommen Hitze im Sommer und der fehlende „Ausblick“, der Stress verursachen kann.

  • In einer Transportbox im Kofferraum:

Größere bis sehr große Hunde sind oft schon alleine aus Platzgründen im Kofferraum mit entsprechenden Maßen besser aufgehoben als auf dem Rücksitz. Am sichersten sind sie dort in einer speziellen Metall-Transportbox untergebracht, die quer im Laderaum steht und sowohl fix mit dem Kofferraumboden verschraubt, als auch mit Spanngurten an den Verzurrösen befestigt ist. Diese bietet folgende Vorteile:

  • Die stabilen Wände der Box schützen den Hund im Falle eines Unfalls vor dem Aufprall anderer Fahrzeuge.
  • Die Fellnase kann bei Vollbremsung oder Unfall nicht durchs Fahrzeug geschleudert oder von losen Gepäckstücken getroffen werden.
  • Außerdem kann der vierbeinige Passagier im Fall des Falles nicht ausbrechen und frei auf der Fahrbahn herumlaufen oder die Rettungskräfte behindern.

Achte beim Kauf einer Kofferraum-Transportbox neben ihrer Stabilität und Möglichkeit zur sicheren Befestigung auch auf die richtige Größe. Hier gilt: Der Hund sollte entspannt liegen können – hat er genug Platz zum Herumwandern, ist sie allerdings zu groß. Ist das der Fall, besteht wiederum erhöhtes Verletzungsrisiko für den Vierbeiner durch unkontrolliertes Verrutschen in der Box bei Ausweichmanövern & Co. Transportboxen aus Plastik sind weit weniger stabil als ihre Gegenparts aus Metall und bieten daher auch weit weniger Schutz für den Hund im Ernstfall.

Von folgenden Sicherungs-Gadgets für Hunde im Auto raten wir ab

Nicht alles, was als sinnvoll und sicher verkauft wird, ist das auch tatsächlich. Dies gilt heutzutage wohl für alle Produktgruppen – Transport-Gadgets für Hunde im Auto sind da keine Ausnahme.

  • Kofferraum-Schutzgitter ohne zusätzliche Sicherung

Du hast sie bestimmt schon im Straßenverkehr gesehen: Spezielle Trenngitter, die den Hund im Kofferraum von den menschlichen Passagieren im Fond des Fahrzeugs abschirmen. Diese verhindern, dass der Vierbeiner im Falle einer Vollbremsung oder eines Aufpralls durch das Fahrzeug geschleudert werden kann – das wars dann aber auch schon. Ohne fachgerecht gesicherte Transportbox sind Hunde im Kofferraum bei Unfällen kaum geschützt und können sich auch bei plötzlichen Ausweichmanövern oder Vollbremsungen schon verletzen, weil sie im Laderaum unkontrolliert verrutschen.

  • Rückbank-Rollen

Die faltbaren Transportröhren werden mit Gurten an der Rückbank befestigt und sollen dafür sorgen, dass Hunde dort sicher reisen. Tests des ADAC haben allerdings ergeben: Das ist nicht der Fall. Mangels Sicherung in der Rolle werden die Vierbeiner bei Vollbremsungen oder Ausweichmanövern hart gegen die Türverkleidungen geschleudert.

  • Rücksitzbarrieren

Solche Systeme werden zwischen den beiden Vordersitzen angebracht und sollen so die Rückbank zu einem sicheren Ort für Hunde machen. Fakt ist: Die Barrieren verhindern zwar, dass die Vierbeiner bei Notbremsung oder Unfall nach vorne geschleudert werden können, schützen sie aber nicht bei plötzlichen Ausweichmanövern. Genau wie im Fall der Rückbank-Rollen ist ein hartes Schleudern gegen die Türverkleidungen die Folge.

  • Auto-Hundekörbchen ohne zusätzliche Sicherung

Manche Hersteller bieten spezielle Hundekörbchen an, die an der Sitzbank festgeschnallt werden können. In Kombination mit einem Auto-Brustgeschirr ist das eine Idee, den Komfort des Vierbeiners zu erhöhen – allerdings nur in dieser Kombination. Denn das Körbchen allein bietet keine Sicherheit im Ernstfall.

  • Auto-Hundedecken ohne zusätzliche Sicherung

Die bereits erwähnten Decken schützen die Rückbank effektiv vor Verschmutzung oder Beschädigung. Allerdings bieten sie, genau wie Auto-Hundekörbchen, ohne zusätzliche Sicherung des Hundes durch ein Brustgeschirr keinen Schutz im Ernstfall.

Wie nimmt man Hunden die Angst vorm Autofahren?

Die Angst im Auto ist bei vielen Hunden dadurch begründet, dass sie sich eingesperrt fühlen. Besonders, wenn deine Fellnase in der Vergangenheit – zum Beispiel bei einem anderen Besitzer – damit schlechte Erfahrungen gemacht hat, ist Stress beim Autofahren vorprogrammiert.

Ist das der Fall, hilfst du deinem Vierbeiner am meisten, wenn du ihn langsam an die neue Situation gewöhnst. Egal, ob er auf dem Sitz angeschnallt oder in einer Transportbox mitfahren soll: Gib ihm Zeit, sich zu akklimatisieren und zu lernen, dass nichts Schlimmes passiert!

Autofahren wie nimmt man Angst Hund am Arm
  • Die neue Transportbox stellst du zu diesem Zweck am besten zuerst zu Hause als Rückzugsort zur Verfügung. Eine flauschige Decke, das Lieblingsspielzeug, ein Kauknochen und ein getragenes T-Shirt mit deinem Geruch wirken einladend und geben Sicherheit. Geht dein Hund freiwillig in die Box und macht es sich dort bequem, bestärkt ein Leckerli das gewünschte Verhalten. Wurde die Box als sicherer Aufenthaltsort erkannt, kannst du sie im nächsten Schritt probeweise schließen. Bleibt die Fellnase entspannt, wird belohnt, kommt Stress auf, öffnest du die Tür wieder und versuchst es am nächsten Tag nochmal. So tastet ihr euch langsam heran – ist die geschlossene Box okay, kannst du sie ins Auto bringen und deinen Hund dort in sie einsteigen lassen. Im nächsten Schritt startest du bei stehendem Fahrzeug den Motor und erst, wenn auch das ohne Aufregung hingenommen wird, fährst du eine kurze Runde um den Block.

  • Soll der Hund auf dem Sitz angeschnallt mitfahren, lass ihn auch dort zuerst immer wieder zur Ruhe kommen, ohne die Türen zu schließen oder das Auto zu bewegen. Erst wenn das – mit Unterstützung von Leckerli, Streicheleinheiten und beruhigenden Worten – gut funktioniert, schließt du im nächsten Schritt die Türen. Bleibt die Fellnase entspannt, kannst du probeweise den Motor starten. Und ist noch immer keine Aufregung in Sicht, fahrt ihr eine kurze Testrunde.
Tribello-Tipp: Wenn du zum ersten Mal etwas längere Strecken mit deinem Hund im Auto zurücklegen kannst, macht Ausflüge irgendwohin, wo es ihm gefällt! Die Hundewiese, der Wald oder das Zuhause eines Lieblingsmenschen können selbst skeptische Vierbeiner davon überzeugen, dass eine Autofahrt durchaus ihre Vorteile hat.

Denk während des Trainings immer daran: Genau wie bei dir können auch bei deinem Hund Fortschritte von Tagesform und Stimmung abhängig sein. Gestern konntest du schon den Motor starten und heute löst schon das Schließen der Transportbox Stress aus? Einfach das Training beenden und morgen nochmal versuchen. Und: Bestrafung bringt euch nicht ans Ziel – nur Verständnis und Bestärkung bei gewünschtem Verhalten nehmen Angst und schaffen Vertrauen!

Tribello-Tipp: Unser Partner Hundpur hat ein natürliches Futterergänzungsmittel im Angebot, das sich ideal für Hunde in Stresssituationen – und damit unruhige Hunde im Auto – eignet. Hier findest du nähere Infos und einen exklusiven Rabattcode für das gesamte Sortiment.

Wie beruhigt man im Auto einen gestressten Hund?

Trotz aller Vorbereitung kann es, besonders bei langen Autofahrten, passieren, dass Vierbeiner nervös werden. Achte bei deiner Fellnase auf folgende Anzeichen von Stress:

  • Unruhe
  • Hecheln
  • Winseln
  • Bellen
  • Zittern
  • übermäßiger Speichelfluss
  • Erbrechen
  • Urinieren / Koten
  • Versuche, aus der Transportbox auszubrechen

Sollte es dazu kommen, heißt es: Bei nächster Gelegenheit stehen bleiben und den Hund aus dem Auto lassen! Denk an dich selbst – wenn dir etwas Angst macht, willst du einfach nur weg aus der Situation. Bei Hunden ist es genau dasselbe. Eine kleine Runde zum Pfoten vertreten an der Raststation, eine Streicheleinheit und ein Leckerli, dann sieht die Welt schon wieder anders aus. Bei sehr gestressten Tieren zahlt es sich auch unterwegs aus, vom Tierarzt verschriebene Beruhigungspräparate dabei zu haben und im Notfall einzusetzen.

Wichtig: Versuche keinesfalls, deinen Hund zu streicheln oder zu beruhigen, wenn du selbst am Steuer sitzt! Überlass das deinen Mitfahrenden oder lege so bald wie möglich eine Pause ein, wenn du allein unterwegs bist. Ablenkungen wie diese sind zu gefährlich – für euch und für alle anderen Verkehrsteilnehmer:innen!

Autofahren Fazit Hund am Fahrersitz

Unser Fazit zum Thema „Hund im Auto transportieren“

Genau wie für uns Menschen gilt auch für Hunde im Auto: Sicherheit geht vor! Ist die Fellnase richtig untergebracht und an das Fahren gewöhnt, steht gemeinsamen Ausflügen oder Urlaubsreisen allerdings nichts im Weg. Mit dem richtigen Brustgeschirr, Autositz oder einer guten Transportbox investierst du in die Sicherheit deines Vierbeiners genauso wie in deine eigene und die aller anderen Mitreisenden. 

Großhändler wie Fressnapf und Kölle Zoo versorgen euch mit den richtigen Produkten – genauso wie die kleine Tierwarenhandlung ums Eck. Auch einige Autohäuser und Autofahrerclubs wie der ÖAMTC in Österreich und der ADAC in Deutschland haben ein entsprechendes Sortiment. Lass dich beraten und komm am besten direkt mit deinem Auto zum Händler, um sicherzustellen, dass alles passt und kompatibel ist. 

Und dann heißt es: Los geht die große Fahrt! Wir wünschen euch dabei viel Spaß – teilt eure Abenteuer doch in den Dogstories mit uns.

FAQ: Hund im Auto transportieren

Darf ein Hund auf dem Beifahrersitz mitfahren?

Klare Antwort: Nein! Der Beifahrersitz ist für den Transport von Tieren, auch wenn sie angeschnallt sind, nicht geeignet. Tests der Autofahrerclubs ÖAMTC und ADAC zeigen deutlich, dass ein erhöhtes Verletzungsrisiko für Mensch und Hund besteht, deshalb: Ab nach hinten mit deiner Fellnase!

Muss der Hund im Auto angeschnallt werden?

Auch hier eine klare Antwort: Ja! Genau wie für uns Menschen ist auch für Vierbeiner eine Autofahrt nur sicher, wenn sie angeschnallt transportiert werden und im Fall des Falles nicht durch das Fahrzeug geschleudert werden können. Die einzige sichere Alternative ist eine gut befestigte Metall-Transportbox in passender Größe im Kofferraum.

Was ist besser im Auto, Hundebox oder Brustgeschirr?

Das ist abhängig von der Größe sowohl des Hundes als auch des Autos. Am sichersten ist die Fahrt, besonders für große Hunde, in einer Metallbox im Kofferraum. Ist das aus Platzgründen nicht möglich, sorgst du mit einem speziellen Auto-Brustgeschirr und Gurtsystem für die Sicherheit deines Mitfahrers mit der kalten Schnauze.

Autofahren muss angeschnallt werden